Mitte

 

Berlin Mitte, Samstag, den 17. April 2021

Wir befinden uns auf der Friedrichsbrücke, die hinter dem S-Bahnhof Hackescher Markt auf die Museumsinsel führt. Es ist ein herrlich warmer Frühlingstag und Wochenende. Perfekte Bedingungen also, um viele junge Menschen anzutreffen. Hier in Mitte bedeutet das, dass wir besonders auf Menschen im Altersspektrum zwischen 14 und 17 Jahren treffen, die hier ihr Äußeres zur Schau tragen. Zweier- und Dreier Gruppen bilden die Mehrheit.

 

Da es das erste Mal ist, dass wir uns auf die Straße begeben um Menschen anzusprechen, sind wir anfangs sehr verhalten und lassen die Menschen erst einmal passieren, doch einmal angefangen, läuft es wie am Schnürchen weiter.
Die Brücke scheint DER Ort in Mitte zu sein, wo es sich zu flanieren lohnt. Gerne mit einem Bubble Tea oder Basketball auf der Hand, kommen die jungen Leute an uns vorbei, schauen heimlich, tuscheln mit ihren Freund:innen und machen Selfies. Die Kulisse bietet sich aber auch perfekt dazu an: Fernsehturm und Berliner Dom auf der einen, Bodemuseum, S-Bahn-Brücken und der Monbijou Park auf der anderen Seite der Brücke.
Untermalt wird der Moment von der Musik des Gittaristen neben uns, der ausdauernd mehrere Stunden am Stück seine Lieder spielt.
Vielleicht lag es am guten Wetter, dass die Menschen so gut drauf waren, aber vielleicht auch daran, dass nach einem Jahr ohne viele neue Kontakte, die Freude, neue Menschen zu treffen, enorm zugenommen hat. Jedenfalls waren hier in Mitte erstaunlich viele Menschen bereit, von sich und ihren Erlebnissen zu erzählen.

 

Bis auf ein, zwei Ausnahmen kommen alle der Befragten aus Mitte, Prenzlauer Berg oder Pankow. Sie alle lieben die Mitte Berlins, und die Museumsinsel wäre auch ganz klar der Ort, den sie Freund:innen aus anderen Ländern in jedem Fall zeigen würden wegen der geschichtsträchtigen Gebäude, der entspannten Atmosphäre und…der Diversität. Eine Aussage, die wiederholt fiel und uns zum Stutzen brachte. Denn eine Sache, die wir nicht groß in Mitte beobachten können, ist die Diversität der sich dort aufhaltenden Menschen. Im Vergleich zu anderen Bezirken wirken die Menschen auf uns alle recht ähnlich, sei es im Style oder der Hautfarbe. Natürlich ist das eine rein persönliche Wahrnehmung, die sich auch nur auf diesen einen Tag bezieht. Wir sind uns sicher, dass sich das nicht verallgemeinern lässt und sind nach dem ersten Tag auf der Straße gespannt auf alles, was kommen wird

 

Er und seine Schwester sind die allerersten Menschen überhaupt, die wir für unser Projekt ansprechen. Um so schöner, dass sie sehr freundlich und interessiert sind. Ein super Start für die kommenden Wochen.

In der Audiodatei sprechen er und seine Schwester.

 

Sie und ihr Bruder sind die allerersten Menschen überhaupt die wir für unser Projekt ansprechen, um so schöner, dass sie sehr freundlich und interessiert sind. Ein super Start für die kommenden Wochen.

Sie ist mit zwei Freund:innen in Mitte unterwegs, vor allem um Bubble Tea zu trinken. 🙂

Dieses Mal werden wir von diesen zwei tollen Menschen angesprochen. Was wir denn da mit der Leinwand machen, wollen sie wissen. Wie schön, dass sie mitmachen…