Neukölln
Neukölln, Samstag, den 8. Mai 2021
Wir starten unseren Tag am S-und U-Bahnhof Hermannstraße, hier wollen wir auch unsere Fotostation aufbauen. Doch als nach 20 Min nicht eine junge Person an uns vorbeizulaufen scheint, beschließen wir, weiter aufs Tempelhofer Feld zu ziehen. Eigentlich waren wir dem Feld als Standort abgeneigt, da es nicht wirklich das ist, was Neukölln ausmacht und sich dort Menschen aus allen Stadtteilen tummeln.
Wegen des guten Wetters und der Sicherheit auf dem Feld auf Menschen zu stoßen, gingen wir trotzdem hin.
Irgendwie will es aber auch dort nicht wirklich klappen, genügend Menschen sind zwar da, keine Frage, doch das Altersspektrum 14-20 Jahre ist so gut wie gar nicht vertreten, zumindest nicht am Neuköllner Eingang.
Wir beschließen, erst einmal zu entspannen. So vergeht die Zeit, Stunde um Stunde. Um uns herum Familien, die Drachen steigen lassen, Inline Skater und viele, viele Pärchen. Erst durch die Motivation einer dazu kommenden Freundin, starten wir erneut den Versuch Leute anzusprechen, dazu schrauben wir unsere Anforderungen enorm herunter und nehmen alles, was jung und freundlich aussieht – Alter, egal. Nach einer halben Stunde sind die Bilder im Kasten.
Anstatt auf Neuköllner Jugend zu treffen, sprechen wir mit überwiegend Mitte Zwanzigern aus allen Bezirken, nur nicht aus Neukölln.
Denn das Tempelhofer Feld hat Anziehungskraft. Hier wird Freiheit gelebt. Eine so große Freifläche gibt es sonst nirgends in Berlin. An jedem sonnigen Tag strömen die Menschen hierher und da das Feld so riesig ist, wird es höchstens an den Eingängen mal voll. Hier kommen alle Menschen auf ihre Kosten, besonders die jungen, internationalen Menschen haben das Feld für sich entdeckt.
Das Aktivitätenspektrum ist groß: Urban Gardening, Radrennen, inline skaten, spontane Raves, Yoga im Gras, Picknick im „Wäldchen“, Joggen auf der Landebahn, Kinderzirkus auf der einen, Grillen auf der anderen Seite der Fläche. Gerade in Zeiten von Corona ist dies ein geschätzter Ort im Freien.
Die erste Person, die wir an diesem Tag ansprechen…
Sie ist viel in Berlin unterwegs, wohnt eigentlich aber im Wedding.
Der junge Mann ist mit seinem Freund Josh unterwegs. Die beiden Iren sind hocherfreut von zwei Fremden angesprochen zu werden.
Dies ist der Freund mit dem Namen Josh, die beiden leben noch nicht lange in Berlin und kommen ursprünglich aus Dublin.
Maria lebt in Hellersdorf, kommt ursprünglich aber nicht aus Berlin und liebt am meisten die Parks der Stadt. Dort kann man immer neue Menschen kennenlernen.
Unsere liebe Freundin Greta, die uns mehrmals in den letzten Wochen beim Fotografieren unterstützt hat.
Die beiden gehören zu einer größeren Gruppe junger Leute, die sichtlich Spaß haben.